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Die Neckarmühle in Mundelsheim

 

 

Auf dem Gelände der ehemaligen Neckarmühle in Mundelsheim möchte die Weisenburger Bau GmbH nach dem Abriss der Mühle neue Wohnhäuser errichten. Die Neckarmühle findet Anfang des 16. Jhs. zum ersten Mal Erwähnung. Sie wurde nach ihrem Wiederaufbau 1915 noch bis 1977 als Mühle genutzt. Bis 2011 diente sie dann als Gasthaus. Da eine eingehende Untersuchung der Baugeschichte im Vorfeld der Baumaßnahme nicht möglich war, musste dies baubegleitend zu den Abrissarbeiten geschehen. Die archäologische Baubegleitung wurde vom 09. April 2018 bis zum 20. April 2018 sowie am 22. November 2018 durchgeführt.

 

 

Bebauung rund um die Neckarmühle

Nach dem Abriss der Mühle wurde in der Baugrube u. a. eine Mauer dokumentiert. Ihre Lage lässt darauf schließen, dass sie entweder im Zuge der Mühlerweiterung 1781 oder des Umbaus zur Sägemühle 1892 errichtet worden war.

 

Anschließend wurden in dem zuletzt als Garten genutzten rückwärtigen Bereich der Mühle zwei weitere Schnitte angelegt. Hier konnten sowohl eine Weg- wie auch eine Hofpflasterung dokumentiert werden, die aneinanderstoßen. Beide Pflasterungen wurden nicht in Gänze erfasst. Daher bleibt die Ansprache als Wegpflaster eine Interpretation. Die Hofpflasterung stimmt mit einem als „Hofraum‟ bezeichneten Bereich eines Lageplans von 1886 überein.

Grabungsareal in Mundelsheim

Grabungsarbeiten in Mundelsheim

Ein Kreuzer aus dem 17. Jh.

Insgesamt konnten nur wenige Funde geborgen werden. Dabei handelt es sich um neuzeitliche, glasierte Keramik sowie Tierknochen. Keramik aus der Zeit der Erbauung der Mühle wurde nicht geborgen. Ein besonders schöner Fund ist eine Münze aus dem Zeitraum von 1626 bis 1632.

 

 

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