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Archäologische Prospektion in Stuttgart-Zuffenhausen, Ostseestraße

 

 

Auftrag

Die Porsche AG musste den 1991 errichteten Mitarbeiterparkplatz an der Ostseestraße in Stuttgart-Zuffenhausen durch ein mehrstöckiges Parkhaus ersetzen. Da sich das betroffene Gewann in der Nähe einer eisenzeitlichen Siedlung befindet und außerdem bei der Anlage des Parkplatzes bereits archäologische Befunde beobachtet wurden, muss vor Beginn der Bauarbeiten eine archäologische Prospektion stattfinden. Hierfür beauftragte die Porsche AG die Grabungsfirma ArchaeoBW GmbH. Diese führte die Arbeiten vom 03. September 2018 bis zum 05. Oktober 2018 durch und dokumentierte archäologische Befunde auf einer ca. 2074m² großen Fläche.

 

 

Durchführung

Nach dem maschinellen Abtrag der Pflasterung sowie des Kiesunterbaus zeigte sich überraschend eine bis

Grabungsareal in Stuttgart-Zuffenhausen

zu 1,2m mächtige Lehmpackung, die zusätzlich zur Planierung aufgetragen worden war. Diese Schicht wurde nach der Dokumentation ebenfalls maschinell abgetragen.

 

Bevor die archäologischen Arbeiten beginnen konnten, wurde die Fläche vom Kampfmittelräumdienst gesäubert. Aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges fanden sich noch insgesamt 40 Stabbrandbomben, die aber alle schon gezündet waren. Die gesamte Fläche wurde im Anschluss mit einer Fotodrohne dokumentiert und die Befunde anschließend untersucht.

 

Dokumentiert wurden verschiedene Schwemmschichten mit frühgeschichtlichen Keramikfragmenten. Da diese stark abgerollt sind, stammen sie vermutlich von einer hangaufwärts liegenden Siedlung. Einzige weitere „archäologische‟ Befunde waren die Einschlagkrater der Stabbrandbomben.

 

 

Abschluss

Die in diesem Sommer beständig gute und trockene Wetterlage führte dazu, dass die Fläche innerhalb weniger Stunden betonhart austrocknete und schwer zu bearbeiten war. Dank des guten Wetters konnten die Arbeiten aber auch fristgerecht abgeschlossen werden.

 

 

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