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Bauvorgreifende archäologische Untersuchung in Gärtringen

 

 

Auftrag

In der Bismarckstraße in Gärtringen soll ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude errichtet werden. Bereits bei einer Prospektion durch das Landesamt für Denkmalpflege konnten mittelalterliche und frühneuzeitliche Siedlungsspuren sowie ein Grab nachgewiesen werden, das vermutlich zu einem frühmittelalterlichen Gräberfeld gehört, welches bei Bauarbeiten in den 1950er Jahren auf dem Nachbargrundstück dokumentiert wurde. Daher musste im Vorfeld der Baumaßnahme eine weitere archäologische Untersuchung  stattfinden. Hierfür beauftragte der Investor die archäologische Fachfirma ArchaeoBW GmbH. Diese führte die Arbeiten auf einer Fläche von knapp 700m² vom 08. April 2019 bis zum 03. Mai 2019 durch.

 

 

Durchführung

Zu Beginn der Maßnahme wurden zwei Prospektionsgräben maschinell angelegt und fotografisch dokumentiert. Da bereits hier deutlich wurde, dass auf der gesamten Fläche weitere Siedlungsspuren sowie Gräber vorhanden sein müssen, entschied das Landesamt für Denkmalpflege, die archäologische Untersuchung auszuweiten.

 

Nun wurde vom gesamten Grundstück der Oberboden abgetragen und die Befunde fotografisch und beschreibend dokumentiert. Die aufgedeckten Grabgruben mussten per Hand sorgfältig freigelegt und die Skelette geborgen werden. Die Bestattungen müssen nach anatomischer Region und Seite getrennt verpackt werden. Hierbei muss genau auf Beigaben geachtet werden, da diese Aufschluss über das Alter der Bestattungen geben können. Ein geborgener Knochenkamm sowie Keramikscherben und Messer datieren die Gräber in das Frühmittelalter. Alle Bestattungen, die nicht durch die Baumaßnahme berührt werden, wurden im Boden belassen.

Luftbild der Grabungsfläche in Gärtringen

Bergung eines Skelettes

Abschluss

Trotz einer Verlängerung der Ausgrabung und der insgesamt zehn Bestattungen konnte diese zügig abgeschlossen werden.

 

 

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